Montag, 22. November 2010

Every rose has it's thorn......


Es ist dunkel und kalt. Ich liege regungslos auf meiner Liege und starre ins Nichts, das einzige was sich bewegt ist der Zeiger meiner Uhr. Und dieser zeigt: Mitternacht – Geisterstunde. Ja, die Karpfen die ich schon seit einiger Zeit „erwarte“ sind anscheinend auch Geister. Seit ich die 3 Montagen an die dafür vorgesehenen Spots gefeuert habe, hat  sich der Zeiger schon oft gedreht, meine Abhakmatte blieb bisher dennoch trocken. Je länger ich hier liege, und je länger sich nichts tut, desto unruhiger werde ich… Hat sich das Vorfach verheddert? Ist die Murmel schon von einem Krebs verspeist worden? Oder ist vielleicht das Bait-Band beim Auswerfen gerissen?!?! Ach was, und wenn schon… Hab ja immer noch 2 Ruten!



Und was ist wenn ein Fisch genau an der Montage angebissen hätte die sich verheddert hat? Es ist Winter, da ist jede Aktion doppelt so wertvoll. Am besten ich kontrollier die Rute mal… Aber was wenn genau in diesem Moment ein gewichtiger Karpfen daran denkt den Köder einzusaugen?! Was rede ich mir da überhaupt ein?! Warum sollte beim Auswerfen was passiert sein? Andererseits kann man sich nie ganz sicher sein. Zwei Stunden noch, dann kontrollier ich sie mal! Aber dann werd ich mein Futterangebot auch noch mal überdenken. Und die Platzwahl war wahrscheinlich auch nicht astrein. Vermutlich werde ich auch noch die Rigs erneuern, der Haken ist bestimmt schon stumpf. Und wenn ich gerade dabei 


bin…PIIEEEEEEEEEEEEEEEEEEP!!!! Alter Schalter, so schnell kann’s gehen. Ehe ich mich versehe, stehe ich auch schon mit der gekrümmten Rute am Ufer wo ich versuche vor lauter Nebel auch nur Irgendwas zu erkennen. Mein Duellant zieht ruhig im tiefen Wasser seine Bahnen. Nach fünf Minuten Drill kann ich sagen, dass ich etwas Größeres an der Leine habe. Groß ist in Karpfenanglerkreisen relativ, aber so wie sich dieser Fisch anfühlt wäre er für mich absolut akzeptabel! Nur nicht verlieren, nur nicht verlieren… 




Und wieder schwirren mir die Fragen durch den Kopf: Hält der Knoten? Hält der Haken? Die Nervosität ist schon unbeschreiblich, als ich plötzlich bemerke wie die Schnur immer wieder ruckartig nachgibt. Mir wird schlagartig schlecht! Wie im Innersten befürchtet ist der Fisch in einer der Bojen die die Taucher als Orientierungspunkte verwenden hängen geblieben. Im Normalfall ist die Montage nicht mehr zu befreien, das weiß ich aus Erfahrung! Nach einigen Minuten Gezerre gebe ich mich geschlagen. Wieder mal 1:0 für das Gewässer.


Tieftraurig ziehe ich mich in mein Zelt zurück - kann es nicht einmal klappen?
Aber so ist das Karpfenangeln. In 3 Nächten bekommt man einen Biss, und wenn dieser Fisch auch mit allen Bemühungen nicht an Land gebracht werden kann, dann ist es eben so…
Somit bleibt die Spannung in unserem Hobby aufrecht erhalten! Wenn es immer klappen würde, hätte es einfach keinen Reiz mehr.



Vielleicht wäre dieser Fisch wieder einmal einer der größeren, bekannten Karpfen in meinem Hauswasser gewesen, was meinen Verdacht, dass es hier keine anderen großen, markanten Fische mehr gibt bestätigt hätte. Ich kann beim besten Willen nicht sagen ob ich dann heute noch hier angeln würde!
Und das ist es was mich nun schon
seit meiner Kindheit ans Fischen bindet – das Ungewisse!!


Lukas Höber

Dienstag, 2. November 2010

Altweibersommer am Badesee

Altweibersommer am Badesee

Freitag Abend es ist kurz vor 5 und ich stecke immer noch bis zum Hals in Arbeit. Um 5 wollte ich schon Richtung See unterwegs sein sehr ärgerlich.



 Zum Glück war mein Auto schon gepackt und somit musste ich nur mehr kurz an der Tanke halten und mir was essbares besorgen. Es war natürlich klar als ich am See angekommen war war es schon Stockdunkel aber diese Umstände war ich  schon gewohnt.

Eine Weisheit machte sich wieder bemerkbar egal wieviel Chaos ein Karpfenangler auch hat er weiß immer wo er das gesuchte Ding findet auch im Dunkeln das machte ich mir natürlich zu nutze =)



2 Stunden später stand endlich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Brolly das Camp und die Ruten waren perfekt platziert. Endlich durfte ich mir meinen verdienten "Vodka Tee" gönnen bis ich endgültig ins Land der fetten Karpfen eingerollt in meinen Schlafsack zurückzog.

Die erste Nacht erwartungsgemäß sehr ruhig nur in aller Früh weckte mich wieder ein "Brässchen" auf.
Wenig später kam auch schon Benedikt an der mir für eine Nacht beiwohnen wollte.



Naja für ein Vormittagsschläfchen war es schon zu spät also schnappte ich mir das Echo und ging nochmals auf Spott suche und fand ganz in der nähe ein wunderbares mit Muscheln besetztes Plateau.

Perfekt sofort wurde eine Rute fertig gemacht und abgelegt ich hatte wieder dieses Gefühl.....
Nach einigen interessanten und lustigen Gesprächen mit Benedikt war der Tag auch schon schnell vorbei



Leider wieder ohne Aktion. Gegen 18 Uhr verzog ich mich in mein Zelt und verschwand unter dem Schlafsack mit einem guten Buch. Pünktlich wie die ÖBB (Achtung Ironie) riss mich die erste Brasse um 2 Uhr aus dem Schlaf. Übliche Prozedur abhaken neu auslegen und wieder rein in den Schlafsack nur irgendwie konnte ich nicht mehr schlafen ich war sehr unruhig aus welchen Gründen auch immer.



Um 6 Uhr nach ein paar Stunden Halbschlaf stand ich endgültig auf und machte mir als erstes einemal einen starken Kaffee. Ich genoss gerade den herrlichen Sonneaufgang da traute ich meinen Ohren nicht meine Rute Pfiff ohne Vorwarnung ab! Was für ein RUN Yesss!!!



Ab ins Boot und dem Fisch entgegen der Puls war auf 200 Hundert 1000 Gedanken schossen einem da durch den Kopf. Nach Kurzer zeit konnte ich einen sehr langen Schuppi unter Wasser erkennen wie er kopfschüttelnd versuchte meinen Haken loszuwerden aber mein Hayabusa H1 Haken saß Perfekt. Nur wenige Minuten konnte ich diesen Prachtkerl über den Kescherrand führen und mit einem lauten Yes viel die ganze Anspannung von mir.



Nach ein paar Fotos und Videos wurde der Schuppi behutsam wieder in sein Element entlassen. Danke nochmal Benedikt das du den Part des Fotografen übernommen hast =)

Die Nächste Nacht verlief leider wieder leider ohne jegliche Aktion. Aber im Grunde war mir das egal da ich wieder diesem tollen Gewässer eine Schönheit entlocken konnte. Außerdem zeigte sich das Wetter von der besten Seite Ich konnte mir keinen besseren Start in die Wintersaison wünschen.



Bis bald wieder am Wasser

greetz
Philipp

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Der Wind brachte den Erfolg

Hallo Leute!

Nun ist es soweit der erste Bericht vom Wasser



Freitag 15 Uhr ich hock immer noch auf der Arbeit und mir kommt es vor als wäre die Zeit stehen geblieben die Uhr wollte sich einfach nicht bewegen.
Mir schwirrten 1000 Gedanken durch den Kopf hatte ich wohl alles eingepackt? Haben wir uns für die richtige Stelle entschieden? Ist sie hoffentlich noch frei?
Mein Chef merkte das ich nicht mehr ganz bei der Sache war und um es mit seinen Worten zu zitieren "Geh her auf und schleich die aufs Wosser"





Keine 2 Minuten später war ich schon richtig Gleisdorf unterwegs um noch ein paar Besorgungen zu machen
Den um 5 wollte ich mich schon an der Tankstelle mit meinen Angelpartner Michi treffen.

Endlich am Wasser

Als wir am Wasser angekommen waren stand schon Sicherheitspersonal am Eingang nach 2 Minuten diskutieren haben sie uns doch geglaubt das wir keine Oktoberfestbesucher waren sondern verrückte die Zelten gehen wollten =D und so blieb uns die Parkgebühr erspart.



Wir hatten Glück zu meinen verwundern war der ganze FKK Bereich frei nur 1 Fischer war da und der saß weit weg von uns. Alles aus dem Auto geschmissen und Autos wieder auf die Parkplätze gestellt. In windeseile wurde das Camp aufgebaut den es wurde schon bald dunkel.



Die Spotsuche

Elegant begaben wir uns ins Boot mit Echolot einen Kübel voller Marker und einer Klopfrute machten wir uns auf die suche. 3 Spots wurden gleich unter die Lupe genommen die ich schon bei vorherigen Fahrten in dem Abschnitt auf dem Handy gespeichert hatte. Michi entschied sich die Kante zu befischen die von 5 auf 11 Meter abfiel und randvoll mit Dreikantmuscheln war.



Ich hingegen befischte ein Plateau von 7 auf 5,5 Meter auf dem Plateau war feinster Sand rundherum ungewöhnlich viel Kraut. Für die anderen Ruten waren auch schnell Spots gefunden bei denen wir aber uns nicht ganz sicher waren wir beschlossen die genaue Spotsuche auf morgen zu verschieben da es mittlerweile schon dunkel geworden war und Meister Frost schon ganz schon zu spüren war.




Die ersten beiden Nächte

Die erste Nacht brachte auf einen Ufer Spot von mir gleich ein "Brässchen" wie sie Michi liebevoll nannte. Uns stimmte das zuversichtlich aber wir waren uns noch nicht ganz einig ob die Fische schon in unseren Arm gezogen waren. Wir sahen zwar gelegentlich Fische springen nur konnten wir nie ausmachen ob es wirklich Karpfen waren. Unsere Strategie besagte da dieses lange Wochenende im Südteil ein riesiges Oktoberfest statt gefunden hat hofften wir das die Fische in den nördlichen Teil des Sees ziehen würden wo wir unser Camp aufgebaut hatten.



Am Tag beschäftigten wir uns genauer mit unseren Spots und wir konnten 2 weitere tolle Spots finden. Eine U-Cam ist schon was tolles muss ich sagen =) Am Nachmittag gesellte sich noch mein Partner Thomas zu uns hinzu und er beschloss Richtung Brücke zu fischen auch für ihn waren schnell ein paar gute Spots gefunden.
Auch die 2 Nacht brachte mir einen weitern Weißfisch auf dem Uferspot.



Die wunderschöne Sandbank brachte leider wieder keinen Biss dennoch blieb ich dem Spot treu da ich einige Frasslöcher dort entdecken konnte irgendwas sagte mir das dort der richtige Platz ist.


Mit dem Wind kamen auch die Fische

Am Sonntag drehte dann der Wind und als "Henk" auf einmal bei uns auftauchte und beschloss uns eine Nacht beizuwohnen meinte er nur Jungs heute geht was der Wind steht günstig. =) Er sollte recht behalten.
Michi war gerade dabei seine Ruten zu kontrollieren da sang ohne Vorwarnung der Delkim in höchsten Tönen.



Was für ein Run. Der Fisch hatte das Pop up das er auf der tiefen Kante abgelegt hatte genommen.
Da Michi noch auf dem See war nahm ich die Rute auf aber was war das auf einmal erschlaffte die Schnur... Die Muscheln haben zugeschlagen.... Und nun schoss es mir durch den Kopf Philipp warum schlägst du an wen 1000 Messerscharfe Muscheln da unten sind...... warum passiert gerade mir so ein Fehler echt zum Kotzen...  etwas angepisst genossen wir unser Abendessen.



Wir legten uns ziemlich zeitig in die Zelte den zum feiern war irgendwie keinen zu mute. Aber kaum bin ich ins Land der Träume eingetreten wckte mich ein Dauerton auf! Ja wohl Vollrun auf der rechten Rute die auf der Sandbank angelegt war. Wenig später umschloss der Kescher einen wunderschönen ewig langen Schuppi.
Schnell Michi aufgeweckt und ein paar Fotos geschossen.



Zufrieden schlief ich ziemlich schnell wieder ein. Doch lange sollte ich nicht schlafen da weckte mich Michi auf mit den Worten " Schlemmer es war wieder einer zu fotografieren" Michi konnte nur wenig später einen weiteren Schuppi auf die Matte legen. Wahnsinn mit dem Wind kamen auch die Fische.

Die letzte Nacht

Am morgen war die Freude groß die seit Wochen am ganzen See herrschende Bissflaute war gebrochen wir waren sehr Stolz und wussten nun das wir unseren Job bei der Kälte ganz gut gemacht hatten. Leider drehte der Wind wieder im laufe des Tages und die letzte Nacht brachte mir wieder 2 "Brässchen" ein.



Die Montagen

Also die Montage die ich verwendete war denkbar einfach. Ein Inliner auf ein Leadcore gezogen. ein 30 cm langen NoKnot mit einen 6er H1 Hayabusa Haken. Als Köder verwendete ich 2x 20 mm Crayfisch Gammus von TK Baits (danke nochmal an Michi vom TK Baits Team Austria) An der 2ten Rute verwendete ich die selbe Montage nur mit 2 Red Chilli Nature Boilies von A-Z Baits (danke Alex) An der 3 Rute war wieder die selbe Montage nur mit einem 20 cm langen Stiff D-Rig. Dort wurde ein 20 mm Tutti Frutti Boilie von TK Baits angeboten.




Fazit

Es war ein super Wochenende mit dem Gefühl endlich wieder mal alles richtig gemacht zu haben dennoch diskutierten wir noch einige Beobachtungen über die wir uns noch nicht ganz einig waren aber dazu mehr im nächsten Bericht den dieses We gehts wieder an den großen Badesee =)

Nur die Dicken


greetz
Philipp

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Spotmakierung via Handy das GPS Programm für Android Handys

Hallo Bloggemeinde!

Ich nutze die Zeit um euch zu zeigen welche Möglichkeit das es gibt seine Spots
einfach und bequem per Handy zu markieren.

Ich benutze ein Sony Ericsson Xperia X10 ein tolles GPS fähiges Android Handy.
In der Welt von Android gibt es tausende sinnvolle aber auch weniger sinnvolle Programme meist kostenlos.
Das Programm das ich euch heute vorstellen möchte heißt Maverick.
Nach langer suche und vielen verschieden Apps bin ich bei diesem Programm geblieben.




Es bietet die Möglichkeit Wegpunkte einzuspeichern auch tracks können gespeichert werden und später auf den PC hochgeladen werden. Es werden auch offline Maps supportet.



unter dieser Url kann man das Programm kostenlos downloaden


Und für die mit Handy-Barcodescanner




Leider kann man in der Lite Version nur 5 Wegpunkte speichern aber schon für 4,95 $ kann man sehr preisgüsting die Vollversion direkt und bequem mit Kreditkarte erwerben. Ich kann nur sagen es zahlt sich wirklich aus.

Ich hatte es jetzt länger im Test und ich muss sagen es funktioniert blendend. natürlich hängt die Genauigkeit von der Anzahl der Satelliten ab doch bei mir führte mich der Kompass 2 Meter genau auf meinen gespeicherten Punkt zurück.


Aber leider muss man auch sagen das der GPS Empfang beim Handy meist sehr viel Strom verbraucht aber es gibt ja schon Preisgünstige Möglichkeiten sein Handy via Solarenergie aufzuladen.

Ich hoffe ein paar von euch vielleicht geholfen zu haben.


Greetz

Philipp

Montag, 11. Oktober 2010

Endlich ist es soweit! Der Blog "Schotterloch im Vergnügungspark" startet ab jetzt!

Nun was ist "Schotterloch im Vergnügungspark?



Dieser Blog ist ein Projekt von mir, damit versuche ich euch mein Vorhaben so Detailgetreu wie möglich wöchentlich zu berichten. Ich habe einiges vor, diesen Winter und das ganze nächste Jahr über.
Ich möchte den ganzen Weg zum (hoffentlich) Erfolg genau dokumentieren.
Punkte wie:

  • Wahl der Plätze
  • Köder
  • Rigs
  • unvm.




Als Gewässer hab ich mir die älteste und größte Schottergrube in der Steiermark ausgesucht. Erst seit einem Jahr darf dort "richtig" gefischt werden und man kann sagen es ist fast jungfräulich und somit das perfekte Gewässer für mein Vorhaben.



 Keiner kann genau sagen wo die Fische wo und wann und vor allem warum fressen. Das will ich durch intensives Angeln und jeder freien Minute am Wasser herausfinden.

Ich hoffe ihr seit live bei meiner Berichterstattung dabei

Nur die Dicken

greetz

Philipp